Der schönste erste Satz

Früher (es ist immer gut, seine Postings omagleich mit einem pathetischen Satzanfang zu beginnen!) habe ich so gut wie jeden Tag ein Buch in der Hand gehabt. Lesen, also das selbstvergessene, zeitlose Lesen um seiner Selbst willen, nachmittags nach der Schule am Küchentisch, im Bett, in der Straßenbahn, war selbstverständlich.

Als ich durch einige mehr oder weniger zufällige Entscheidungen, von denen ich sicherlich mal ein anderes Mal berichte, mit meinem Studium begonnen hatte, war ich natürlich erst einmal viel zu beschäftigt und überrollt von den neuen Eindrücken und Konzepten, die dieses neue Leben für mich bereithielt. Ich musste Leute kennenlernen, abends ausgehen, und trinken, bis der erste unter dem Tisch lag. Meistens war das nicht ich, aber trotzdem war die vorher so vertraute nachmittägliche Ruhe verschwunden. Und außerdem gab es ja viel zu lesen, und mir öffnete sich eine völlig neue Welt jenseits von Hausaufgaben: Fachbücher. Kompliziert geschrieben, methodisch komplex, nicht mit einem Rutsch erfassbar. Und in meinem Fall auch noch ausschließlich auf Englisch. Himmelherrgott. Die Professoren bewarfen uns mit Skripten, Readern und kiloweise kopierten Klausurvorbereitungen, bis ich nicht mehr wusste, wohin mit all dem Papierkram, und beschloss, in meinem vorwiegend mit Bananenkistenmöbeln funktionalen Zimmer mal wieder ein richtiges Regal unterzubringen.  Den Rest des Beitrags lesen »

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