Zeitmaschine mit Musik: Über Radio und Radiooooo

Ich liebe das Radio. Also nicht nur die Tatsache, dass ich schon dort arbeiten durfte, sondern ganz einfach auch das Durchschalten der Sender, die Gespanntheit, was wohl auf welcher Welle gerade los ist.
Eines meiner frühesten Kindheitserinnerungen ist die im Hintergrund nur leise wahrnehmbare, sonore Sprecherstimme von jemandem, der mit Sorgfalt Meldungen vorliest, sicherlich aus dem Deutschlandfunk oder einer anderen Institution, während meine Mutter in der Wohnung umherräumt und ab und zu der Ari schrillt und die Verkehrsnachrichten durchgibt – wie viele Orte ich nur anhand ihrer problematischen Autobahnkreuzungssituation kenne, kann ich gar nicht mehr zählen. Aber das ist natürlich nicht alles.
Ich verbinde Radio mit einem nie abreißenden Draht zur Welt, zu anderen Kulturen und mit mir bis dato völlig unbekannten Musikstilen und -Epochen. Wenn man sich dabei noch in Erinnerung ruft, wie viele Menschen wohl jetzt womöglich gleichzeitig das selbe Lied hören und wie diese sich dabei wohl fühlen mögen, kann den stets abrufbaren Streams von heute kaum noch etwas abgewinnen.

Ein Projekt, das ich in der, zugegegeben etwas schwelgerischen, Erinnerung an diese Zeiten entdeckt habe, nennt sich radiooooo und entführt musikalische Entdecker in Zeit und Raum. Genauer erklärt habe ich das Projekt bei dem Netzpiloten, probiert es doch gern mal aus!

Ich wünsche euch laue Sommernächte und eine wundervolle musikalische Kulisse! Und tanzen nicht vergessen!

#brexit

Seit einigen Monaten arbeite ich nebenbei bei einer Medienfirma, die Pressespiegel erstellt. Als ich heute früh die ersten Sonder-Belieferungen schicken musste, weil sich Großbritannien jetzt doch für den Brexit entschieden hat, hatte ich zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl, dass hier gerade etwas Historisches passiert. Und zwar nichts Gutes. (das letzte Mal hatte ich dieses Gefühl, als reihenweise Geflüchtetenheime gebrannt haben, glaube ich. Scheiße. Da läuft es mir immernoch kalt den Rücken herunter.).

Jede Meldung, die ich verfassen musste, fühlte sich an wie eine Todesanzeige für einen liebgewonnenen Freund.
Ich merke erst jetzt, wie sehr ich mit diesem Europa verwachsen bin und wie sehr ich mich nicht als Deutsche, sondern als Europäerin sehe.

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Frühjahrsputz – was ich vergessen hatte zu posten

Die letzten Wochen gingen für mich superschnell vorbei. Für euch auch? Auch wenn ich so viel gearbeitet habe, dass ich gefühlt um 8 Jahre gealtert bin, auf einmal scheint draußen die Sonne und es ist Ostern. Und ich habe vergessen, meine Beiträge bei den Netzpiloten zu verlinken. Ups. Hiermit hole ich das nach.

  1. Für Frühlingsgefühle und Vogelfreunde gibt es hier einen kleinen Beitrag zum Wundern: ein Findevogel (kennt das Wort noch jemande?) gibt Rätsel auf und wir lernen vieles über die Menschen. (Na gut, dass sie zu falschen Schlussfolgerungen neigen, wussten wir bereits.)
  2. Ich war bei meinem ersten Diskussionsabend, dem Mainzer Mediendisput (na gut, als Zuschauer). Hier ist der Bericht.
  3. Zur aktuellen Bargelddebatte noch eine Auftragsarbeit von mir und wenig Lyrik (siehe unten) zum Frühlinganfang. (Plus: Man lasse nie eine Gelegenheit aus, den ollen Goethe zu zitieren:

Ein solch Papier, an Gold und Perlen Statt,
Ist so bequem, man weiß doch, was man hat;
Man braucht nicht erst zu markten noch zu tauschen,
Kann sich nach Lust in Lieb und Wein berauschen.

(Mephistopheles, Auszug Faust II)

4. Unfassbar, aber mir fiel gerade ein, das ich noch gar nicht die Gelegenheit genutzt habe, um auf mein kleines Fotoprojekt auf Tumblr hinzuweisen: Der Schilderwatch-Blog. Das Konzept geht so: ich spaziere durch die Gegend und wenn mir etwas albernes auffällt, wird es fotografiert.So einfach. Was dabei rauskommt, kann man hier entdecken.

P.S.: Lasst euch nicht den Frühling vermiesen! (auch wenn ihr in Sachsen-Anhalt wohnen solltet) (ich bin echt sauer auf Sachsen Anhalt).(ja, das war ein shameless self-plug. mirdochegal!)